Verein zum Schutz der original Wachauer Marille

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Der Name der Marille

Der bisher älteste Nachweis für den Ausdruck Marille im Donaugebiet findet sich in einer Briefsammlung des Starhembergischen Archives in Eferding bei Linz. In einem Brief vom 23.7.1509 taucht der Name „Maryln“ auf. Meister Ortulf vom Baierland (zwischen 1390 – 1439) nennt in seinem Arzneibuch die Frucht „Amarellen“.

Für das Gebiet von Arnsdorf (Wachau) finden wir die älteste namentliche Nennung dieser Frucht im Archiv des Hochstiftes St. Peter in Salzburg. Am 15.4.1679 berichtet der „Löß-Commissary“ (Lesmeister) des Stiftes über die Bäume, die damals in Oberarnsdorf in den Weingärten des Petersstiftes standen und führt dabei an: „Nuß, Pfersich, Mariln, Mandeln“.

Die Donau als Handelsweg war auch für den Obsttransport von großer Wichtigkeit. Solche Obstplätten erreichten in einem Tag aus der Wachau die Hauptstadt Wien. Diese Zillen, mit Obst beladen, fuhren vereinzelt noch bis kurz vor dem Zweiten Weltkrieg.

In den Kapitularien Karl`s des Großen, die alle damals in Kultur befindlichen Obstarten anführen, finden wir die Marille nicht eigens erwähnt, da man sie von 3. Jh. bis zum 16. Jh. zu den Pfirsichen zählte. Aus dem Französischen „abricot“ dringt der Name „Aprikose“ nach West- und Norddeutschland ein, wo er bis heute gebräuchlich ist. In Süddeutschland der Schweiz und Österreich setzte sich der Name „Marille“ durch, der wahrscheinlich auf das ital. „armellino“ und ähnliche Bezeichnungen geht. Diese entstanden wieder aus lat. „armeniaca“, aus Armenien stammend. Aus den Bezeichnungen „Amarellen“, „Morellen“ wurde das Wort „Marille“.






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